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Stolperstein der Woche 41

 

 

Stolperstein "öffentlicher Verkehr"


In Zeiten steigender Mobilitätsanforderungen, sowie versuchter vermehrter Bewusstseinsschaffung im Hinblick auf die Integration behinderter Menschen, werden auch so manche Stolpersteine erst neu erschaffen bzw. lange Zeit ignoriert.

Klagenfurt:

Ich spreche hier von dem im August 2005(!!!) neu eingeführten Fahrscheinsystem der Stadtwerke Klagenfurt. Die Stw-Kundenkarte ersetzt die alten Magnetkarten und somit wurden auch neue Entwerter errichtet. Der Fahrpreis für die gewählte Fahrstrecke muss an einem Entwerter mit einer Touchscreen-Oberfläche abgebucht werden. Dieser Entwerter verfügt über ein Display, welches nicht gerade kontrastreich gestaltet ist, und auch am Gehäuse sind keinerlei tastbare Erhebungen vorhanden. Nicht nur sehbehinderte und blinde Personen sind nun nicht mehr in der Lage selbstständig ihren Fahrschein zu entwerten, auch viele ältere, betagte Menschen sehen sich mit einem Problem konfrontiert, das es bis jetzt nicht gegeben hat.  

Meiner Meinung nach werden hier, aller Integrations-Diskussionen zum Trotz, Barrieren erst geschaffen.

Villach:

Der Busbahnhof in der Draustadt hingegen, stellt für mich schon seit Jahren die gleiche Barriere für sehbehinderte und blinde Menschen dar. Die Busse des Stadtverkehrs haben, wohl aus Platzmangel, keine fixen Standplätze. Ein sehbehinderter oder blinder Fahrgast kann nur erahnen, wo sich der für ihn richtige Linienbus befindet. In den meisten Fällen ist man immer wieder auf fremde Hilfe angewiesen. Es ist unumgänglich Passanten und Passantinnen anzusprechen, in der Hoffnung die richtige Auskunft zu erhalten. 

Ich wünsche mir sehr, dass bei baulichen Veränderungen oder Neuschaffung solcher Anlagen auch auf die Bedürfnisse und Anforderungen aller beeinträchtigten Personengruppen eingegangen wird.

Mara Schellander

11. September 2005

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