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Stolperstein der Woche 43

 

 

Rollstuhltraining

Mit in Kraft treten des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes zu Jahresbeginn 2006 sollte Barrierefreiheit – zumindest für Neu- und Umbauten – verpflichtend werden. Dadurch sollte künftig größeres Augenmerk auf Barrierefreiheit gelegt werden. Trotzdem wird für die Mobilität behinderter Menschen weiterhin entscheidend sein, wie diese mit dem Handling ihrer Hilfsmittel zu Recht kommen.

Insbesondere denke ich dabei an den Umgang mit Rollstühlen. Kleinere Stufen und Unebenheiten werden ständige Begleiter von Menschen im Rollstuhl bleiben. Mit seinem Rollstuhl gut umgehen zu können, ist ein Garant dafür, wenigstens über manche Barrieren lächeln zu können.

Glücklich schätzen können sich Menschen, die nach einem Unfall – egal ob Freizeit- oder Arbeitsunfall – in einem Rehabilitationszentrum in lebenspraktische Techniken eingeführt werden, Personen also, die von Ergo- und Physiotherapeutinnen und –therapeuten den Alltag erleichternde Handgriffe und den richtigen Umgang mit diversen Hilfsmitteln erklärt und gelernt bekommen.

Schlechter dran sind da Menschen, die bereits von Kindheit an mit Behinderungen leben oder aber auf Grund einer Erkrankung zu einer Behinderung gelangen. Ihnen sind teure Aufenthalte in Rehabilitationszentren und/oder Therapien vielfach nicht zugänglich.

Für viele dieser Menschen wäre es nicht schwer, zu erlernen, wie man seinen Rollstuhl kurz auf den Hinterrädern aufkippt, um auch über eine mehr als drei Zentimeter hohe Stufe zu kommen. Leider werden ihnen diese Angebote jedoch nicht bzw. nur unter schwierigsten Bedingungen bezahlt, und leider gibt es auch nur an den wenigsten Therapiestätten geeignete Trainerinnen und Trainer für Rollstuhltechnik.

 

Ernst Kočnik

25. September 2005

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